Die Niederlande bieten ein reges literarisches Leben mit insgesamt 4.000 Verlagen. Der gemeinsame Gastland-Auftritt zur Leipziger Buchmesse präsentiert viele jüngere Stimmen. Immer wieder stößt man dabei auf Themen wie Diversität, Postkolonialismus und Identität.
Zu den herausragenden Neuerscheinungen gehört Gaea Schoeters „Trophäe“. Die Autorin aus Flandern erzählt von einem Amerikaner, der mit teurer Jagdlizenz durch Afrika streift. Sie nimmt den Leser an und über die Grenzen unserer Moral mit – und lässt raffiniert unvereinbare kulturelle Denkmuster aufeinanderprallen. Autobiografisch grundiert, erzählt der niederländische Autor Raoul de Jong in „Jaguarmann“ von der Suche nach seinem surinamischen Vater, dessen Kultur und der Frage nach der eigenen Menschlichkeit.


