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  • Kunst
20. März bis 8. Juni

Bernhard heisig zum 100.

Mit einer kompakten Ausstellung würdigt das Museum der bilden den Künste den Maler Bernhard Heisig (1925–2011). Die Schau versucht, den Künstler auch von einer persönlichen Seite zu zeigen.

Kurator Philipp Freytag vor dem Heisig- Werk „Brigadier II“
Kurator Philipp Freytag vor dem Heisig- Werk „Brigadier II“ © Johanna Baschke

Bernhard Heisig gehörte zu denen, die eine Brücke zwischen Ost und West im geteilten Deutschland schlagen konnten. Er prägte die Leipziger Schule als Maler, Lehrer und Rektor der HGB.

Als Funktionär stieg er im Verband Bildender Künstler der DDR auf. Von der SED erhielt er den Auftrag für ein Wandbild. Gleichzeitig ließ sich jenseits des Eisernen Vorhangs Helmut Schmidt für die Galerie ehemaliger Bundeskanzler von ihm porträtieren. „Macher und Machtmensch“ – auf diese Formel bringt Philipp Freytag den Künstler im Interview.

Freytag kuratiert anlässlich Heisigs 100. Geburtstag die Ausstellung „Geburtstagsstillleben mit Ikarus“ am MdbK. 1985 malte Heisig ein Bild mit diesem Titel.

Ein Lebensthema: „Pariser Kommune“

Der Leipziger Künstler setzte sich mit mehreren Lebensthemen auseinander, zu denen er immer wieder zurückkehrte. Die „Pariser Kommune“ gehört dazu. In der Ausstellung zeigt das Museum auch Beispiele der wenigen Landschaften und Porträts Heisigs. „Wir wollen alle Facetten seines Werks zeigen“, sagt Freytag.

Werke wie „Brigadier II“, die ohnehin in der Ausstellung hängen, bleiben an ihrem Platz, um die Bezüge des Werks herzustellen. Ergänzt wird die Ausstellung durch das grafische Werk, darunter Blätter aus Heisigs Zyklus „Der faschistische Alptraum“. Die Kriegserlebnisse als Soldat in der Waffen-SS gehören zu den traumatischen Erfahrungen, die sich in seinen Arbeiten widerspiegeln.

Das Werk in allen Facetten

Heisig blickt den Besuchern von einem Banner über dem Museumseingang entgegen. Das Foto stammt von Helfried Strauß, der selbst einst Lehrer an der HGB war. „Er hat das Leben an der HGB dokumentiert und zeigt Heisig in unterschiedlichen Situationen“, so Freytag.

Strauß’ Fotografien bilden die dritte Säule der Ausstellung. „Wir wollen den Künstler, den Rektor und den Menschen Heisig zeigen“, sagt Freytag. Auch andere Museen setzen sich bald mit Heisig auseinander, darunter das Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg. Dort ist ab 24. Mai „Bernhard Heisig und Breslau“ zu sehen.

„Bernhard Heisig 100“
20. März bis 8. Juni
Museum der bildenden Künste
www.mdbk.de

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