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Berufsbildungswerk Leipzig

Ausbildung mit Unterstützung

Seit 35 Jahren begleitet das Berufsbildungswerk Leipzig junge Menschen mit Behinderung auf dem Weg in Ausbildung und Arbeit. Geschäftsbereichsleiterin Dr. Grit Franke spricht über Inklusion, neue Angebote und darüber, wie Übergänge in den ersten Arbeitsmarkt gelingen können.

Dr. Grit Franke mit Nicolas Valentin Kunst (Vorsitzender Lehrlingsrat)
Dr. Grit Franke mit Nicolas Valentin Kunst (Vorsitzender Lehrlingsrat) © Viktoria Schlögel

Als das Berufsbildungswerk 1991 gegründet wurde, stand der Inklusionsgedanke noch am Anfang. Heute gilt: „Inklusion ist eine Haltung, kein Vorgang“, sagt Dr. Grit Franke. Gemeint ist Teilhabe im Lernen und im Arbeitsleben.

Das Berufsbildungswerk ist Teil der BBW-Leipzig-Gruppe. Der diakonische Verbund betreibt verschiedene Einrichtungen in Bildung und Jugendhilfe. Das Berufsbildungswerk konzentriert sich auf die berufliche Qualifizierung. Die Ausbildung zielt auf den ersten Arbeitsmarkt. Die Anmeldung erfolgt über die Agentur für Arbeit.

Im Berufsbildungswerk lernen die Teilnehmenden in anerkannten Berufen. Praktika sind verpflichtend. Ab dem zweiten Lehrjahr arbeiten viele bereits länger in Betrieben. Nach dem Abschluss begleitet das Berufsbildungswerk noch bis zu sechs Monate. Rund die Hälfte der jungen Menschen wohnt während der Ausbildung im Internat in Knauthain. Es gibt Wohngemeinschaften, Einzelappartements und Angebote für Teilnehmende mit Kind. Wer selbstständiger ist, kann im Außenwohnen in Leipzig leben.

Eine zentrale Herausforderung bleibt der Übergang in eine Anstellung. „Wenn ein Job unbesetzt ist und wir Arbeitskräfte haben, die aber nicht zu hundert Prozent passen, dann muss grundlegend am Job und nicht am Menschen gearbeitet werden“, erklärt Franke. Betriebe bräuchten „Offenheit und Mut“. Für junge Menschen, die noch Orientierung benötigen, bietet das Berufsbildungswerk eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme an. Sie dauert bis zu zwölf Monate. Am Standort Knauthain richtet sie sich an Teilnehmende mit Förderbedarf in der Kommunikation. Ein weiterer Standort in der Witzgallstraße unterstützt junge Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.

Bedarfe verändern sich. Darauf „müsse“ berufliche Bildung reagieren.

Mehr Informationen unter
www.bbw-leipzig.de

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