Aufgrund von Kriegen und Unterdrückung, Klimawandel oder Pandemien suchen immer wieder Menschen Schutz. Dabei müssen zentrale Fragen stets neu ausgehandelt werden: Wer kann Schutz leisten? Und wie viel sind diejenigen bereit zu geben, die dazu in der Lage sind?
Das Grassi Museum für Völkerkunde widmet sich im Rahmen seiner Umstrukturierung ab dem 18. Januar diesem Thema und richtet einen Raum mit dem Titel „Schutz! – Die Macht des Zusammenlebens“ ein. Zum Auftakt gibt es einen Einblick in die Rituale im Feija-Tal in Marokko. Dort entwerfen Frauen mit Henna-Malereien Schutzzeichen für besondere Lebenssituationen. Annette Korolnik-Andersch hat diese Textilien gesammelt und dem Museum gestiftet. Dabei zeigt sich, dass es oft Frauen sind, die Strategien zum eigenen Schutz entwickeln müssen. Auch in der Ukraine erleben Vyshyvanka-Stickereien auf modernen Frauenblusen als Schutzzeichen eine Renaissance.


