Seit der Erfindung der Fotografie gibt es kaum ein Sujet, das die Aufmerksamkeit stärker auf sich zieht als der Blick auf den nackten menschlichen Körper. Für die aktuelle Ausstellung hat das Fotomuseum die eigene Sammlung durchforstet und präsentiert erotische Visionen von elf Fotografen des 20. Jahrhunderts.
Aktfotografie zeigt, wie sich das Körperbild, der erotische Geschmack und die Moralvorstellungen gewandelt haben. Die Ausstellung lädt die Besucher ein, über den Wandel nachzudenken. Die Phase der Tabuisierung lag im 20. Jahrhundert bereits zurück. Dennoch haben sich die moralischen Maßstäbe nicht nur in eine Richtung entwickelt. Die Darstellung erotisch aufgeladener Nacktheit, Ende des 20. Jahrhunderts ein Motiv der Alltagskultur, wird wieder vermehrt kritisch hinterfragt.


