Von frühen Fotografien aus einem Schulprojekt bis zu aktuellen Keramikarbeiten: Das G2 Schaulager wirft einen umfassenden Blick auf das Werk Harry Hachmeisters. Der in Leipzig geborene Künstler setzt sich fotografisch und installativ mit Geschlechterrollen auseinander. Dabei irritiert er, indem er Objekte mit neuen Bedeutungen und Gegensätzen auflädt wie in seiner Installation aus zerbrechlichen Medizinbällen, die wie Sportgeräte wirken, aber aus Keramik sind.
Ebenso zeigt die Ausstellung Hachmeisters Beschäftigung mit der Vergänglichkeit. Für sein Vordiplom fotografierte er nüchtern auf weißem Hintergrund die Kleidung von verstorbenen Bewohnern eines Altenheims, in dem er jobbte. Der Titel der Schau „Jetzt weiß ich wo das Taxi steht und werde nicht mehr danach suchen“ stammt aus einem Traum, an den sich Hachmeister nicht mehr erinnern kann. Mit der Ausstellung versuche er dem Traum auf die Schliche zu kommen – und mit dem Taxi, so der Künstler, fahre er zwischen alten und neuen Arbeiten hin und her.


