Es ist Orpheus’ Gesang, der die Götter betört – und ihn unbeschadet wieder aus dem Hades spazieren lässt. Sogar seine Eurydike darf er befreien. So erzählt es die Sage, die vielfach für die Bühne adaptiert wurde. Nun nimmt sich das Figurentheater-Duo Wenzel und Lehmann diesen Stoff vor, frei nach Jacques Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ und vielen weiteren Bearbeitungen.
Doch auf der Bühne des Westflügels klingt und erscheint alles anders als im klassischen Operetten-Format. Mit Westerngitarre, Trommel, Rasseln und Löffeln als Band geht es hinab in die Unterwelt und in den Zwist mit den Göttern. Ob es tatsächlich um Liebe geht, was Orpheus und Eurydike noch verbindet, wird ebenfalls hinterfragt. In „Wanted Eurydike“ stehen Lehmann und Wenzel erstmals seit zehn Jahren wieder gemeinsam in einer Neuproduktion auf der Bühne.


