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Universitätsbibliothek Leipzig Kulturprogramm Oktober 2021

  • 08.10.2021 - 13.02.2022
© Veranstalter

Ausstellung

8. Oktober 2021–13. Februar 2021

Übersetzte Religion. Im Dickicht der wahren Worte

Ein Pergamentstreifen mit Gebeten für einen mehrprachigen Gottesdienst aus Ägypten, eine mittelalterliche Handschrift mit Worterklärungen zur Bibel auf Altfranzösisch in hebräischer Schrift und ein arabischsprachiges Wörterbuch eines shiitischen Gelehrten des 10. Jahrhunderts, der in religiöser und geheimer Mission unterwegs war: Religionsgeschichte ist immer auch Übersetzungsgeschichte. Besondere Schriftstücke aus der Universitätsbibliothek Leipzig geben Auskunft über das Bemühen, die eigene Religion und die Religion der anderen sprachlich und in Bildern verständlich zu machen. Die Ausstellung zeigt Beispiele für das Übersetzen als Arbeit am religiösen Text aus zwei Jahrtausenden.

In Verbindung mit der Kabinettausstellung „Herkunft ermitteln. Das Depositum der israelitischen Religionsgemeinde in der UB Leipzig“ in Kooperation mit dem Dubnow-Institut.

Website der Ausstellung, online ab 14. September: https://ub.uni-leipzig.de/religion

Führungen

Ausstellung „Übersetzte Religion. Im Dickicht der wahren Worte“ in der Bibliotheca Albertina am 25. Oktober, 21. November, 12. Dezember 2021 und 23. Januar 2022, jeweils 15 Uhr mit Kuratorin PD Dr. Katja Triplett

„Schauraum Papyrus Ebers“ in der Bibliotheca Albertina am 10. November, 16. Dezember 2021 und 13. Januar 2022, jeweils 18 Uhr mit Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider

Veranstaltungen

7. Oktober 2021 um 18 Uhr, Vortragssaal/Ausstellungsraum der Bibliotheca Albertina 
Übersetzte Religion. Im Dickicht der wahren Worte (Ausstellungseröffnung)
Begrüßung durch Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider (Direktor der UB Leipzig), Grußwort von Prof. Dr. Yfaat Weiss (Direktorin des Dubnow-Instituts), Eröffnungsvortrag von Kuratorin PD Dr. Katja Triplett 

Empfang und anschließender Rundgang durch die Ausstellung 

18. Oktober 2021 um 18 Uhr, Vortragssaal der Bibliotheca Albertina 
Nachlassgeschichten. Provenienzforschung zwischen Überlieferung, Eigentumsfragen und Philologie (Vortrag), Dr. Caroline Jessen (Leipzig)

und 25. Oktober 2021 um 18 Uhr, Vortragssaal der Bibliotheca Albertina
Rekonstruktionen. Die jüdische Bibliothek an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (Vortrag), 
Prof. Dr. Andreas Lehnardt (Mainz)

Die Vorträge sind Teil einer Vortragsreihe in Kooperation mit dem Dubnow-Institut. Im Mittelpunkt stehen Büchersammlungen aus dem Bereich der jüdischen Geschichte und Kultur. In Schlaglichtern werden Prozesse der kulturellen Migration und Mobilität, Fragen zu sozialer Inklusion und Exklusion sowie insbesondere Themen von Genozid und Zerstörungsgeschichte, zerrissenen Eigentumsverhältnissen und Gedächtnislandschaften nach 1945 behandelt. Referent*innen aus der universitären Forschung sowie aus Bibliotheken und einschlägigen Sammlungen zeigen Möglichkeiten und Grenzen von Provenienzforschung auf.

20. Oktober 2021 um 20 Uhr, Café Alibi der Bibliotheca Albertina 
Thomasius-Club: Dieter Burdorf – Zerbrechlichkeit (Diskussion/Gespräch)
Zerbrechlichkeit ist ein wichtiges Thema der Literatur, wie die Lektüre-Essays dieses Buches zeigen. Es geht um zerstörte Tempel und Brücken, brennende Bibliotheken und Naturkatastrophen.

26. Oktober 2021 um 18 Uhr, Vortragssaal der Bibliotheca Albertina
„Papyrus Ebers. Die größte Schriftrolle zur altägyptischen Heilkunst“ (Buchpremiere)
Die Universitätsbibliothek Leipzig bewahrt mit dem Papyrus Ebers die längste, schönste, wichtigste und einzig komplett überlieferte Buchrolle zur Heilkunde Altägyptens auf. Er ist ein Unikat und die Hauptquelle des Wissens über die alte ägyptische Medizin. Ab Oktober 2021 kann eine Replik der 18,63 m langen Papyrusrolle in einem eigenen Schauraum im Foyer der Bibliotheca Albertina besichtigt werden. Zeitgleich ist eine neue kommentierte Übersetzung von Dr. Lutz Popko erschienen: „Papyrus Ebers. Die größte Schriftrolle zur altägyptischen Heilkunst“. 
Veranstaltung der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft (wbg), Thalia Leipzig und der UB Leipzig mit den Herausgebern Dr. Lutz Popko, Prof. Dr. Reinhold Scholl und Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider.

28. Oktober 2021 um 18 Uhr, Vortragssaal der Bibliotheca Albertina
Frauenpower – Über Zugänglichkeit des Kusnt- und Bildungsbetriebs aus interkultureller Perspektive(Kolloquium)
Vor zehn Jahren wurde die 10 qm große Bleistiftzeichnung „Perspektive“ der Ukrainerin Lada Nakonechna im Historischen Lesesaal der Bibliotheca Albertina fertiggestellt und zum 50. Städtepartnerschaftsjubiläum Kiew-Leipzig eröffnet. Anlässlich des Festakts fand ein internationales Kolloquium über Zugänglichkeit zum Bildungs- und Kunstbetrieb sowie des zunehmenden Verschwindens vom öffentlichem Raum statt. Wie ist die Situation zehn Jahre später zu bewerten? Gab es wesentliche Veränderungen? Aus interkultureller Perspektive soll insbesondere die Zugänglichkeit von Frauen zum Bildungs- und Kunstbetrieb betrachtet werden.
Mit Ramona Schacht (Künstlerin Leipzig), Lada Nakonechna (Künstlerin Kiew), Alba d'Urbano (Künstlerin Leipzig), Uliana Bychenkova (Künstlerin Kiew), Anna-Louise Rolland (Gründerin und Leiterin Leipzig International Art Programme).

 

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