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SUMMARY:Heidi Specker: DamenzimmerHerrenschnitt. Eine Hommage an Aenne Bie
 rmann
DESCRIPTION:Heidi Speckers Ausstellung ist das Ergebnis ihrer mehrjährige
 n künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Leben und dem Werk der jüdis
 chen Fotografin Aenne Biermann (1898–1933). Ausgehend von öffentlichen 
 und privaten Sammlungen\, von Erinnerungen der Nachfahr* innen sowie histo
 rischen Recherchen zur Fluchtgeschichte der Familie Biermann zeichnet Heid
 i Specker eine durch die politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts geprä
 gte Geschichte nach.Aenne Biermann war eine besondere Figur der Stadtgesel
 lschaft von Gera – in den 1920er Jahren ein kosmopolitischer Ort und kul
 turelles Zentrum der Moderne. In nur wenigen Jahren wurde aus der Autodida
 ktin eine wichtige Vertreterin der Avantgarde-Fotografie. Sie trug die Haa
 re kurz\, einen „Herrenschnitt“\, und ließ ihr Arbeitszimmer von eine
 m der angesagtesten Architekten ihrer Zeit gestalten. Ihre Fotografien zei
 chnet das „Neue Sehen“ aus\, also die intensive Betrachtung der unmitt
 elbaren Umwelt sowie ungewöhnliche Perspektiven auf Menschen und Dinge.He
 idi Specker nähert sich der Person und dem Werk Aenne Biermanns an\, setz
 t sich künstlerisch und auch persönlich zu ihr in Beziehung. Dabei spiel
 t Verlust eine wichtige Rolle. Aenne Biermanns Arbeit brach durch ihren fr
 ühen krankheitsbedingten Tod jäh ab. Ein Großteil ihres fotografischen 
 Nachlasses wurde von den Nationalsozialisten geraubt oder gilt als verscho
 llen. Im Lauf ihrer künstlerischen Recherche reiste Heidi Specker nach Ge
 ra\, Triest und Wien und nahm Kontakt zu Aenne Biermanns Enkelkindern auf.
  In Gegenüberstellungen empfindet sie Themen und Kompositionen der Fotogr
 afin nach\, eignet sie sich an und übersetzt sie in die Gegenwart. Zwei V
 ideoarbeiten erzählen von wichtigen Stationen ihrer Spurensuche: In Amnes
 ia Gera stellt Heidi Specker dem einst weltoffenen Stadtleben Geras die Au
 fmärsche von rechten Gruppierungen heute gegenüber. In Wien Vienna fragt
  sie nach der Bedeutung von materiellen Hinterlassenschaften für die Erin
 nerung.Gemeinsam mit dem Design-Duo BLESS hat sie eine spezifische Ausstel
 lungsarchitektur und eine Edition entwickelt\, die an die historische Einr
 ichtung von Aenne Biermanns „Damenzimmer“ angelehnt sind.
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:Heidi Speckers Ausstellung ist das Ergebnis i
 hrer mehrjährigen künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Leben und de
 m Werk der jüdischen Fotografin Aenne Biermann (1898–1933). Ausgehend v
 on öffentlichen und privaten Sammlungen\, von Erinnerungen der Nachfahr* 
 innen sowie historischen Recherchen zur Fluchtgeschichte der Familie Bierm
 ann zeichnet Heidi Specker eine durch die politischen Umbrüche des 20. Ja
 hrhunderts geprägte Geschichte nach.<br /><br />Aenne Biermann war eine b
 esondere Figur der Stadtgesellschaft von Gera – in den 1920er Jahren ein
  kosmopolitischer Ort und kulturelles Zentrum der Moderne. In nur wenigen 
 Jahren wurde aus der Autodidaktin eine wichtige Vertreterin der Avantgarde
 -Fotografie. Sie trug die Haare kurz\, einen „Herrenschnitt“\, und lie
 ß ihr Arbeitszimmer von einem der angesagtesten Architekten ihrer Zeit ge
 stalten. Ihre Fotografien zeichnet das „Neue Sehen“ aus\, also die int
 ensive Betrachtung der unmittelbaren Umwelt sowie ungewöhnliche Perspekti
 ven auf Menschen und Dinge.<br /><br />Heidi Specker nähert sich der Pers
 on und dem Werk Aenne Biermanns an\, setzt sich künstlerisch und auch per
 sönlich zu ihr in Beziehung. Dabei spielt Verlust eine wichtige Rolle. Ae
 nne Biermanns Arbeit brach durch ihren frühen krankheitsbedingten Tod jä
 h ab. Ein Großteil ihres fotografischen Nachlasses wurde von den National
 sozialisten geraubt oder gilt als verschollen. Im Lauf ihrer künstlerisch
 en Recherche reiste Heidi Specker nach Gera\, Triest und Wien und nahm Kon
 takt zu Aenne Biermanns Enkelkindern auf. In Gegenüberstellungen empfinde
 t sie Themen und Kompositionen der Fotografin nach\, eignet sie sich an un
 d übersetzt sie in die Gegenwart. Zwei Videoarbeiten erzählen von wichti
 gen Stationen ihrer Spurensuche: In Amnesia Gera stellt Heidi Specker dem 
 einst weltoffenen Stadtleben Geras die Aufmärsche von rechten Gruppierung
 en heute gegenüber. In Wien Vienna fragt sie nach der Bedeutung von mater
 iellen Hinterlassenschaften für die Erinnerung.<br /><br />Gemeinsam mit 
 dem Design-Duo BLESS hat sie eine spezifische Ausstellungsarchitektur und 
 eine Edition entwickelt\, die an die historische Einrichtung von Aenne Bie
 rmanns „Damenzimmer“ angelehnt sind.
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