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SUMMARY:Hagen Rether »Liebe 10«
DESCRIPTION:Die Welt wird täglich ungerechter\, das Geflecht aus politisc
 hen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten immer dichter: Vor diesem Hinterg
 rund lässt Hagen Rether Strippenzieher\, Strohmänner und Sündenböcke a
 ufziehen. Den so genannten gesellschaftlichen Konsens stellt er vom Kopf a
 uf die Füße und die Systemfragen gleich im Paket: Von der Religions„fr
 eiheit“ über das Wirtschaftswachstum bis zur staatlichen »Lizenz zum T
 öten» kommt alles auf den Tisch. Doch die Verantwortung tragen nicht „
 die Mächtigen“ allein – wir\, ihre mehr oder weniger willigen Kollabo
 rateure\, müssen uns wohl am eigenen Schopf aus unserer Komfortzone ziehe
 n\, um nicht in den Abgrund zu stürzen\, den wir gemeinsam geschaufelt ha
 ben.Der wahrhaft unbequeme Kabarettist entlarvt so manchen Volkszorn samt 
 seiner auf „Die da oben“ zielenden Empörungsrhetorik als Untertanentu
 m – den Unwillen\, unsere eigenen\, fatalen Gewohnheiten zu überwinden.
  Kabarett verändert nichts? Rethers ebenso komisches wie schmerzhaftes\, 
 bis zu dreieinhalbstündiges Programm infiziert das Publikum mit gleich zw
 ei gefährlichen Viren: der Unzufriedenheit mit einfachen Erklärungen und
  der Erkenntnis\, dass wir alle die Kraft zur Veränderung haben.LIEBE\, s
 o der seit Jahren konstante Titel des ständig mutierenden Programms\, kom
 mt darin nicht vor\, zumindest nicht in Form von Herzen\, die zueinander f
 inden – und romantisch kommt allenfalls einmal die Musik des vielseitige
 n Pianisten daher. Was aber in seinem fulminanten Plädoyer für das Mitge
 fühl sichtbar wird\, ist die Menschenliebe eines Kabarettisten\, der an A
 ufklärung und an die Möglichkeit zur Umkehr noch am Abgrund glaubt.
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:Die Welt wird täglich ungerechter\, das Gefl
 echt aus politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten immer dichter: V
 or diesem Hintergrund lässt Hagen Rether Strippenzieher\, Strohmänner un
 d Sündenböcke aufziehen. Den so genannten gesellschaftlichen Konsens ste
 llt er vom Kopf auf die Füße und die Systemfragen gleich im Paket: Von d
 er Religions„freiheit“ über das Wirtschaftswachstum bis zur staatlich
 en »Lizenz zum Töten» kommt alles auf den Tisch. Doch die Verantwortung
  tragen nicht „die Mächtigen“ allein – wir\, ihre mehr oder weniger
  willigen Kollaborateure\, müssen uns wohl am eigenen Schopf aus unserer 
 Komfortzone ziehen\, um nicht in den Abgrund zu stürzen\, den wir gemeins
 am geschaufelt haben.<br /><br />Der wahrhaft unbequeme Kabarettist entlar
 vt so manchen Volkszorn samt seiner auf „Die da oben“ zielenden Empör
 ungsrhetorik als Untertanentum – den Unwillen\, unsere eigenen\, fatalen
  Gewohnheiten zu überwinden. Kabarett verändert nichts? Rethers ebenso k
 omisches wie schmerzhaftes\, bis zu dreieinhalbstündiges Programm infizie
 rt das Publikum mit gleich zwei gefährlichen Viren: der Unzufriedenheit m
 it einfachen Erklärungen und der Erkenntnis\, dass wir alle die Kraft zur
  Veränderung haben.<br /><br />LIEBE\, so der seit Jahren konstante Titel
  des ständig mutierenden Programms\, kommt darin nicht vor\, zumindest ni
 cht in Form von Herzen\, die zueinander finden – und romantisch kommt al
 lenfalls einmal die Musik des vielseitigen Pianisten daher. Was aber in se
 inem fulminanten Plädoyer für das Mitgefühl sichtbar wird\, ist die Men
 schenliebe eines Kabarettisten\, der an Aufklärung und an die Möglichkei
 t zur Umkehr noch am Abgrund glaubt.
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