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Wie man jetzt den Lockdown nutzen kann

10 Orte den Lockdown an der frischen Luft zuverbringen

Der Tristesse der Leipziger Innenstadt im Lockdown entfliehen © Photo by Tobias Reich on Unsplash

Seit dem 1. November müssen Leipziger auf alle Museen, Restaurants und Cafés für mindestens einen Monat verzichten. Wen es aber trotzdem an die frische Luft drängt, der bekommt mit unserer kleinen Übersicht (hoffentlich) genug Anregungen, um den Lockdown Light bestmöglich zu überstehen. Wir wünschen viel Freude beim Ausprobieren!

1. Sich auf dem Kanal treiben lassen:

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Kanalfahrten nur im Sommer Spaß machen. Dabei gibt es kaum etwas Gemütlicheres, als sich in eine Wolldecke oder einen warmen Mantel einzukuscheln und Leipzig vom Wasser aus zu erkunden. Aber zugegeben: Das Wetter sollte dafür natürlich schon halbwegs mitspielen. Ist der Wettergott gnädig, zeigt sich die Stadt so von ihrer schönsten Seite. Wer Lust hat, kann entweder selbst das Ruder übernehmen und sich ein Boot seiner Wahl an einem der zahlreichen Bootsverleihe ausleihen oder an einer geführten Bootsfahrt auf der Elster oder dem Karl-Heine-Kanal teilnehmen.

2. Auf den schönsten Brücken Leipzigs spazieren:

Nur einen Steinwurf von der Innenstadt entfernt, findet man im Johannapark einen der idyllischsten Plätze Leipzigs: Über den kleinen See führen zwei historische Holzbrücken entlang, die einen traumhaften Blick auf den Teich und die Spitzen vom Uniriesen und Neuen Rathaus freigeben. Gerade an einem goldenen Herbsttag ist es hier (fast) unmöglich, dem Herbstblues zu verfallen.

3. Ein Bummel durch die Passagen:

Rund 30 verschiedene Passagen und Höfe verstecken sich allein in der Leipziger Innenstadt - die alle mal zu erkunden, wäre doch ein guter Plan für ein ungemütliches Novemberwochenende. Dabei gibt es auch abseits der beiden Evergreens, der Mädler-Passage und Speck’s Hof, jede Menge zu entdecken: Von der futuristischen Strohsackpassage bis hin zum verspielten Steibs Hof. Und das Beste: Trocken Bleiben garantiert!

4. Tiere ansehen im Wildpark:

Hat man seine (freiwillige) Spende an der Drehtür bezahlt, können Großstädter im Wildpark endlich mal so richtig runterkommen. Hier lässt es sich durch das schöne Gelände entspannt entlang spazieren und Ausschau nach Rehen, Wildschweinen oder Damwild halten. Das geht übrigens besonders gut auf dem eigenen Aussichtsturm! Sind Kinder mit dabei, lohnt es sich außerdem, eine Pause auf dem Spielplatz einzuplanen.

5. Gohlis erkunden:

Wer lieber in der Stadt bleiben möchte, sollte sich für einen Herbstspaziergang einmal Gohlis vornehmen. Hier gibt es nicht nur prächtige Sehenswürdigkeiten wie das Gohliser Schlösschen oder das Schillerhaus zu sehen, sondern auch zahlreiche alte Villen und Straßen, die Gründerzeitflair versprühen. Wie gemacht also, um zu Zweit bei einem Coffee to go auf Streifzug zu gehen und dabei das „Was wäre wenn (ich mir so ein Haus leisten könnte)“ - Spiel zu spielen. Außerdem lohnt es sich, den Bummel mit einem Spaziergang durch das angrenzende Rosental zu verbinden. 

6. Souvenirs sammeln auf dem Fockeberg:

Fast schon ein „Muss“ ist im Herbst der Aufstieg auf den Fockeberg. 153 Meter hoch, bietet er einen fantastischen Ausblick auf die Leipziger Skyline. Völkerschlachtdenkmal, Uniriese, Galopprennbahn - alle Sehenswürdigkeiten lassen sich von hieraus kostenlos bewundern. Aber es lohnt sich auch den Blick in die Ferne schweifen zu lassen: Hier warten bunte Herbstwälder in den schönsten Farben auf euch! Und auch der Auf- und Abstieg sorgt für genügend Herbststimmung: Buntes Laub, Kastanien oder Eicheln wollen entdeckt und eingesammelt werden!

7. Radtour um den Cossi:

Wer sagt denn, dass die Leipziger Seenlandschaft nur im Sommer etwas taugt? Dabei kann man gerade im Herbst den Cossi endlich einmal mit dem Fahrrad ganz umrunden. Denn mal ehrlich: Bei 30 Grad im Schatten bleibt man ja doch nur beim eigenen Lieblingsplatz. So aber kann man endlich mal schauen, was sich hinter dem Pier noch so verbirgt und dabei die schöne Sicht auf den See genießen. Auch hier gilt aber selbstverständlich: Richtig Spaß macht die Tour nur bei mindestens trockenem Wetter!

8. Leipziger Prominente suchen auf dem Südfriedhof:

Friedhöfe sind nun vermutlich nicht Jedermanns Sache, wecken sie doch unangenehme Gedanken an die eigene Sterblichkeit. Eine Ausnahme bildet hier allerdings der Südfriedhof unweit des Völkerschlachtdenkmals, der als einer der schönsten und größten Parkfriedhöfe Deutschlands gilt. Dabei lassen sich in der wunderschön angelegten Parkanlage kunstvolle Gräber und Grabstätten u. a. von prominenten Leipzigern wie Georg Schwarz, Lene Voigt oder der Verlegerfamilie Baedecker entdecken. Ebenso gut möglich ist es jedoch auch, in einer ruhigen Minuten plötzlich Rehe oder Eichhörnchen zu erspähen. Und schwupps, sind die finsteren Gedanken verschwunden.

9. Pilze suchen im Auwald:

Ob im Auwald tatsächlich essbare Pilze zu finden sind, findet ihr am Besten mit einer App heraus. Fakt ist: Zurzeit sprießen die Pilze in den sonderbarsten Formen und Farben nur so aus dem Boden! Wie gemacht, um in den heimischen Gefilden einmal ganz klassisch auf Pilzsuche zu gehen. Wer mit Pilzen nichts anfangen kann: Natürlich eignet sich der Auwald auch hervorragend für einen Spaziergang an der frischen Luft!

10. Eichhörnchen füttern im Clara-Zetkin-Park:

Er gilt als schönster Park Leipzig und als sächsische Antwort auf den New Yorker Central Park: Der Clara-Zetkin-Park. Unweit vom Stadtzentrum und Johanna Park gelegen, lässt es sich hier prima flanieren oder, warm eingepackt, am Ufer der Elster entspannen. Fortgeschrittene nehmen sich vielleicht vorher noch ein kleines Picknick mit oder decken sich zum Beispiel mit Gebäck und Kaffee vom Café Backstein um die Ecke ein. Aber aufgepasst: Nicht selten wollen neugierige Eichhörnchen auch ein Stück vom Kuchen, äh, Brötchen!

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